« Wissenschaftlich belegt: So wirkt die Gasteiner Heilstollen-Therapie »

Nach der Aufnahme über Lunge und Haut verteilt sich das Edelgas Radon rasch im Körper. Seine Zerfallsprodukte lagern sich auf der Haut ab. Milde Alphastrahlung wird freigesetzt. Das regt den Zellreparaturmechanismus des Körpers an und reduziert die Zahl der freien Radikale. Der heilungsfördernde und entzündungshemmende Botenstoff TGF-Beta (ein Gegenspieler des Zytokins TNF-Alpha) wird aktiviert. (Schwarzmeier et al., 2005)

Die Wanderung von Entzündungszellen durch die Gefäßwände wird vermindert. (Harder, 2005)
Diese Prozesse wirken chronischen Entzündungen und Allergien entgegen; es stellt sich ein immunologisches Gleichgewicht ein. Zudem wird der Schmerzbotenstoff "Substanz P" gebremst. Gleichzeitig werden die - auch als Glückshormone bekannten - Beta-Endorphine verstärkt ausgeschüttet. Damit wird der Serotoninstoffwechsel positiv beeinflusst.

Dauerhafte Überwärmung durch das Klima im Heilstollen bewirkt ein leichtes therapeutisches Fieber. Diese Hyperthermie unterstützt die Wirkung der Radon-Therapie. Es kommt zu einer lang anhaltenden Linderung von Schmerzzuständen.

Die alpine Höhenlage Gasteins verstärkt die positiven Effekte der Kur zusätzlich. Radon selbst ist nach 20 Minuten zur Hälfte und nach 3 Stunden fast komplett wieder aus dem Körper ausgeschieden. Die Strahlendosis einer dreiwöchigen Heilstollenkur liegt im Mittel unter der jährlichen Strahlenbelastung aus natürlichen Quellen.